Lachsforelle: was wirklich dahinter steckt

„Lachsforelle“ klingt nach einer eigenen Edelfisch-Art zwischen Lachs und Forelle. Ist sie aber nicht: Dahinter steckt fast immer eine große Regenbogenforelle, die ihr lachsrotes Fleisch allein übers Futter bekommt.

Kräftige Lachsforelle, Symbolfoto

Keine eigene Fischart

Die Lachsforelle ist keine eigene Art und auch keine Kreuzung mit dem Lachs. Es ist eine Handelsbezeichnung für eine große, rotfleischige Regenbogenforelle. Der Name beschreibt das Fleisch und die Größe, nicht die Verwandtschaft. Selten meint man damit auch große Meerforellen – im Handel und am Forellensee ist aber praktisch immer die Regenbogenforelle gemeint.

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Warum das Fleisch lachsrot ist

Das Fleisch einer normal gefütterten Regenbogenforelle ist hell, fast weißlich. Lachsrot wird es erst durch den Farbstoff Astaxanthin im Futter, ein natürliches Karotinoid. Genau der färbt auch wilden Lachs: Der nimmt ihn über Krebstiere wie Krill auf. In der Zucht reichert man das Futter mit Astaxanthin an (in der EU als Futterzusatz zugelassen) – und schon bekommt dieselbe Forelle das lachsrote Filet. Kurz: gleiche Forelle, anderes Futter.

Lachsforelle, Lachs oder Regenbogenforelle?

Lachs ist eine eigene Art (Atlantischer Lachs, Salmo salar), ein Salzwasser-Wanderfisch.

Die Regenbogenforelle ist der Hauptfisch an fast jedem Forellenteich.

Die Lachsforelle ist nichts anderes als eine große, rot gefütterte Regenbogenforelle – kein Lachs, kein Hybrid. Im Laden muss sie deshalb als „Forelle“ gekennzeichnet sein, nicht als Lachs.

Wie groß wird eine Lachsforelle?

Als „Lachsforelle“ verkauft wird meist erst ein kräftiges Exemplar ab etwa einem Kilo, oft 1,5 bis 3 kg. Dieselbe Art wie die kleine Portionsforelle, nur älter, größer und entsprechend gefüttert. Erst Größe und rote Färbung zusammen ergeben die „Lachsforelle“.

Geschmack und Küche

Das Fleisch ist kräftiger, fettreicher und aromatischer als das einer kleinen Portionsforelle, dabei schön mild. Es lässt sich gut filetieren und eignet sich zum Braten, aus dem Backofen oder zum Räuchern. Als fettreicher Fisch liefert die Lachsforelle Omega-3-Fettsäuren und hochwertiges Eiweiß. Ideen für die Zubereitung findest du in unseren Rezepten.

Lachsforelle am Forellensee fangen

See mit grünem Ufer, Symbolfoto

Weil es große Regenbogenforellen sind, fängst du sie mit denselben Ködern – nur eine Spur kräftiger: größere Spoons, Tauwurm oder Forellenteig an stabilerem Gerät. Und sie kämpfen ordentlich. Wie du Regenbogenforellen grundsätzlich überlistest, steht im Steckbrief Regenbogenforelle und im Einsteiger-Guide.

Tipp: Stell die Bremse deiner Rolle nicht zu hart ein – große Lachsforellen nehmen im Drill kräftig Schnur.

Häufige Fragen

Ist die Lachsforelle ein Lachs? Nein. Es ist eine Forelle, fast immer eine Regenbogenforelle. Der Name kommt vom lachsroten Fleisch, nicht vom Lachs.

Warum ist das Fleisch rot? Durch Astaxanthin im Futter, ein natürliches Karotinoid. Es färbt auch wilden Lachs, der es über Krebstiere aufnimmt.

Unterschied zur Regenbogenforelle? Bei der Art keiner. Eine Lachsforelle ist eine große, rotfleischige Regenbogenforelle – anders sind nur Größe, Fütterung und Handelsname.

Ist Lachsforelle gesund? Ja, ein fettreicher Fisch mit Omega-3-Fettsäuren und hochwertigem Eiweiß.

Kann ich Lachsforellen selbst angeln? Ja, viele Forellenseen besetzen große Lachsforellen. Einen See in deiner Nähe findest du in unserem Verzeichnis.

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Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

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